Siebkorbfilter

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Aufbau

Die Siebkorbfilter sind als kompakte Inline-Druckgehäuse mit zylindrischem Körper, Flachboden und abnehmbarem Deckel ausgeführt. Je nach Nennweite erfolgt die Öffnung über Klappdeckel mit Sterngriffmuttern oder über verschraubte Deckelkonstruktionen mit Stehbolzen. Dadurch ist eine einfache und werkzeuglose Wartung möglich.

Der Zulauf ist seitlich im Mantel angeordnet, der Ablauf gegenüberliegend. Entleerungs- und Entlüftungsanschlüsse sind standardmässig integriert. Optional sind Anschlüsse für Differenzdruckmessungen vorgesehen.

Die Gehäuse sind je nach Ausführung aus Edelstahl oder glasfaserverstärktem Polyester gefertigt. Die Konstruktion ist für den dauerhaften industriellen Einsatz ausgelegt und bietet hohe mechanische Stabilität bei gleichzeitig kompakter Bauweise.

Funktionsweise

Das Medium durchströmt den Filterkorb oder das Siebelement und Feststoffe werden mechanisch zurückgehalten. Mit zunehmender Beladung steigt der Differenzdruck über dem Filtereinsatz. Die Überwachung kann optional über eine Differenzdruckanzeige erfolgen.

Die Reinigung erfolgt manuell durch Öffnen des Deckels und Entnahme des Filterkorbes. Gross dimensionierte Filterflächen ermöglichen eine hohe Schmutzaufnahme bei gleichzeitig niedrigen Druckverlusten.

Die Standard-Filterfeinheiten decken einen Bereich von 50 Mikron bis 2000 Mikron ab. Damit lassen sich sowohl feine Partikel als auch grobe Feststoffe zuverlässig abscheiden.

Anwendungsgebiete

Die Siebkorbfilter dienen der Reduktion von Feststoffanteilen in Prozess- und Kühlmedien und schützen nachgeschaltete Komponenten wie:

  • Pumpen
  • Armaturen
  • Plattenwärmetauscher
  • Mess- und Regeltechnik
  • Düsen und Sprühsysteme

Typische Einsatzbereiche sind industrielle Kühlwassersysteme, Energieanlagen, Stahl- und Petrochemieanlagen, Entsalzungsanlagen, HVAC-Systeme, Papier- und Lebensmittelindustrie sowie weitere wasserführende Prozesse.

Die Auslegung erfolgt gemäss geltenden Druckgeräterichtlinien für flüssige Medien. Abhängig von Baugrösse und Werkstoff sind Betriebsdrücke bis 10 oder 16 bar sowie Betriebstemperaturen bis 100 °C realisierbar.

Optionen

Je nach Anforderung sind folgende Varianten verfügbar:

  • Unterschiedliche Gehäusewerkstoffe, unter anderem Edelstahl oder glasfaserverstärkte Kunststoffe
  • Hochtemperatur-Ausführungen
  • Sonderwerkstoffe für erhöhte Korrosionsbeständigkeit
  • Verschiedene Dichtungsmaterialien
  • Differenzdruckanzeige, optional mit elektrischem Kontakt
  • Flanschanschlüsse nach DIN oder ANSI
  • Anpassung von Filterfeinheit, Druckstufe und Anschlussdimension
  • Magneteinsatz zur Abscheidung ferromagnetischer Partikel

Durch die modulare Auslegung lassen sich die Filter präzise auf Volumenstrom, Medium, Partikelgrösse, Temperatur und Wartungskonzept abstimmen.